Sie habens gut? Schön, wenn es so bleibt.

Kann ich es mir überhaupt leisten, alt zu werden?

Warum Ihnen die Vorsorgelücke nicht egal sein sollte

Keine Lust, sich mit der Pensionierung zu beschäftigen? Das ist verständlich, wenn sie noch fern ist. Dennoch ist es nicht ratsam, sich nur auf die staatliche Vorsorge zu verlassen. In AHV und BVG klaffen Lücken; die sorglosen Rentenjahre sind vorbei. Höchste Zeit also, Ihre Altersvorsorge selbst in die Hand zu nehmen.

Bauen Sie auf Ihre dritte Säule

Wie viel Vorsorgekapital können Sie in der 3. Säule eigentlich ansparen? Finden Sie es jetzt raus.

5 Gründe für eine private Altersvorsorge

  • Die erste und zweite Säule reichen nicht für Personen mit einem mittleren Einkommen.
  • Sie sparen sofort Steuern.
  • Die dritte Säule lässt sich fürs Eigenheim oder den Schritt in die Selbständigkeit nutzen.
  • Je früher man mit Sparen anfängt, desto kleiner die Vorsorgelücke.
  • Selbst kleine Beiträge summieren sich über die Jahre.

Drei einfache Spartipps, die viel bewirken

Zu wenig Geld für eine dritte Säule: Das sagen 60 % der Baslerinnen und Basler zwischen 25 und 44, wenn man sie nach ihren Plänen für ihre private Vorsorge fragt. Dabei wäre es gar nicht so schwer, etwas auf die Seite zu legen.
Mit diesen drei Tipps klappt es bestimmt:

Tipp 1: Flexibel bleiben

Je nach finanzieller Situation mal mehr, mal weniger einzahlen.

Tipp 2: Einen Dauerauftrag einrichten

Dann geht das Vorsorge-Sparen wie von alleine.

Tipp 3: Klein anfangen

Auch 50 CHF pro Monat sind besser als nichts.

Sie haben Fragen rund um die dritte Säule? Lassen Sie sich jetzt von unserem digitalen Vorsorge-Assistenten unterstützen und vereinbaren Sie noch heute einen Beratungstermin.

Altwerden tut weh: 45 %

So hoch kann die finanzielle Einbusse nach der Pensionierung ohne private Vorsorge sein.

Vernachlässigtes Thema Vorsorgelücke: 75 %

Drei Viertel der 25- bis 44-Jährigen beschäftigen sich nicht mit der privaten Vorsorge.

Finanzielle Sicherheit als Hauptgrund: 53 %

So viele Menschen in der Region Basel haben eine dritte Säule, weil sie ihren Lebensstandard nach der Pensionierung halten möchten.

Die wichtigsten Fragen rund ums Vorsorgen

Wie funktioniert die Altersvorsorge in der Schweiz?

Wie funktioniert die Altersvorsorge in der Schweiz?

Die Schweizer Altersvorsorge basiert auf drei Säulen.

Die erste Säule umfasst die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) und weitere Versicherungen (Invalidenversicherung, Ergänzungsleistungen). Die AHV ist obligatorisch und sollte den minimalen Existenzbedarf decken. Alle Erwerbstätigen und ihre Arbeitgeber bezahlen Beiträge ein. Sie bezahlen damit direkt die Renten der aktuell Anspruchberechtigten (Umlageverfahren). Weiter wird die AHV über Bund und Kantone und Steuern (MwST, Tabak) finanziert.

Die zweite Säule umfasst die berufliche Vorsorge. Sie ist ebenfalls obligatorisch und sollte den gewohnten Lebensstandard nach der Pension ermöglichen. Arbeitnehmer sind ab 18 bei Invalidität und Tod versichert. Ab 25 sparen sie auch für ihre Altersrente. Jede versicherte Person spart für sich selbst (kapitalgedecktes Verfahren). Die Konditionen für die Ein- und Auszahlungen sind gesetzlich geregelt. Einige Pensionskassen bieten einen überobligatorischen Teil an, bei dem sie die Konditionen frei festlegen können.

Die dritte Säule betrifft die private Altersvorsorge. Sie ist freiwillig.

Säule 3a: Die Beiträge sind steuerbefreit und aktuell auf maximal 6826 CHF pro Jahr beschränkt (Erwerbstätige ohne Pensionskasse 34 128 CHF bzw. 20% des Nettoeinkommens). Das angesparte Kapital darf neben der Altersvorsorge nur für bestimmte Zwecke wie den Kauf eines Eigenheims verwendet werden (gebundene Vorsorge).

Säule 3b: Die Beiträge sind weder steuerbefreit noch in der Höhe beschränkt. Sparer können das Kapital auch vor dem Rentenalter beziehen (freie Vorsorge).

Warum muss ich selber sparen?

Warum muss ich selber sparen?

Die erste und zweite Säule (gesetzlicher Anteil) decken nur etwa 60 % des Einkommens (max. 84 600 CHF) ab. Je mehr jemand verdient, desto grösser ist diese Vorsorgelücke (siehe Grafik).

Die demografische Entwicklung führt dazu, dass immer weniger Erwerbstätige für immer mehr Rentner aufkommen müssen. Die tiefen Zinsen machen den Pensionskassen zu schaffen, ebenso die unberechenbare Entwicklung an den Kapitalmärkten. Trotz Sanierungsbemühungen wächst daher die Vorsorgelücke in der ersten und zweiten Säule. Politisch wird das Thema zwar viel diskutiert, eine konsensfähige Lösung ist jedoch bislang nicht in Sicht.

Deshalb sind junge Menschen gut beraten, selbst vorzusorgen. Um die eigene Vorsorgelücke so gering wie möglich zu halten, empfiehlt es sich, möglichst früh anzufangen und alle Möglichkeiten auszuschöpfen.

 

Vorsorgelücke 2019

Wann soll ich mit dem Sparen anfangen?

Wann soll ich mit dem Sparen anfangen?

Idealerweise mit dem Eintritt ins Erwerbsleben. Dabei lohnen sich selbst kleine Beträge. Sie summieren sich über die Jahre, und Sie sparen Steuern. Ein Beispiel:

Wer mit 25 Jahren anfängt und jährlich 1200 CHF auf ein 3a-Konto einzahlt, hat bis 65 rund 53 000 CHF angespart.

Später anzufangen ist aber immer noch besser als gar nichts zu tun: Startet jemand mit 39 Jahren seine Einzahlungen, hat er mit 65 immerhin rund 33 000 CHF für seine Vorsorge auf die Seite gelegt. Bei höheren Beträgen ist es natürlich entsprechend mehr.

Wie spare ich mit der privaten Altersvorsorge Steuern?

Wie spare ich mit der privaten Altersvorsorge Steuern?

Die Säule 3a ist steuerbegünstigt. Sie können Beträge, die Sie auf Ihr 3a-Konto einzahlen, von Ihrem steuerbaren Einkommen abziehen. 

Wie viel muss ich pro Jahr einzahlen?

Wie viel muss ich pro Jahr einzahlen?

Einen Mindestbetrag gibt es nicht. Der Höchstbetrag für die Säule 3a beläuft sich aktuell auf 6826 CHF pro Jahr (Erwerbstätige ohne Pensionskasse 34 128 CHF bzw. 20% des Nettoeinkommens). Sind Sie finanziell knapp dran, können Sie die Einzahlungen auch aussetzen.

Was ist die Vorsorge 3a?

Was ist die Vorsorge 3a?

Die Vorsorge 3a ist Teil der privaten Altersvorsorge in der Schweiz. Sie können jährlich bestimmte Beträge auf ein verzinstes Konto oder in einen Fonds einzahlen. Die Beträge sind steuerbefreit. Sie dürfen das Kapital frühestens fünf Jahre vor dem Pensionsalter beziehen. Es gibt aber folgende Ausnahmen: 

  • Selbst genutztes Wohneigentum (Hauptwohnsitz) finanzieren
  • Selbst genutztes Wohneigentum (Hauptwohnsitz) renovieren
  • Hypotheken zurückzahlen
  • Sich in eine Pensionskasse einkaufen
  • Sich selbständig machen
  • Die Branche der selbständigen Erwerbstätigkeit wechseln
  • Auswandern
  • Eine volle Invalidenrente beziehen

Bis wann kann ich in die dritte Säule einzahlen?

Bis wann kann ich in die dritte Säule einzahlen?

Grundsätzlich jährlich bis Ende Jahr. Es empfiehlt sich jedoch, dies vor den Festtagen zu erledigen. Kontrollieren Sie, ob der Betrag auf dem Konto eingetroffen ist. So können Sie ihn auch tatsächlich von den Steuern abziehen.

Noch besser ist es, den Betrag möglichst früh im Jahr einzuzahlen. So vergessen Sie dies nicht oder haben das Geld nicht schon für anderes aufgebraucht. Zudem profitieren Sie von den höheren Zinsen auf dem 3a-Konto. Falls Sie in einen Vorsorgefonds investieren, profitieren Sie je nach Marktlage von einer positiven Entwicklung.

Oder Sie richten einen Dauerauftrag ein, der monatlich einen bestimmten Betrag auf Ihr 3a-Konto überweist.

Wer darf in die dritte Säule einzahlen?

Wer darf in die dritte Säule einzahlen?

Alle mit einem AHV-pflichtigen Erwerbseinkommen und mit Wohnsitz in der Schweiz. Selbständigerwerbende ohne Pensionskasse dürfen ebenfalls in die dritte Säule einzahlen. Der Maximalbetrag liegt derzeit bei 34 128 CHF, bzw. 20% des Nettoeinkommens. Die Säule 3a ist Erwerbstätigen mit Wohnsitz in der Schweiz vorbehalten.

Tipp: Es lohnt sich für Paare, wenn beide eine eigene dritte Säule führen. So kommen bis zu 14 000 CHF im Jahr zusammen.

Wie kann ich Alterskapital für den Kauf eines Eigenheims nutzen?

Wie kann ich Alterskapital für den Kauf eines Eigenheims nutzen?

Wenn Sie Wohneigentum erwerben und selbst bewohnen möchten, können Sie Ihr angespartes Vorsorgekapital dafür nutzen. 10 % Ihres Eigenkapitals dürfen aus der zweiten Säule stammen. Nochmals 10 % dürfen Sie aus Eigenmitteln wie der Säule 3a beisteuern. Dabei haben Sie zwei Möglichkeiten:

a) Sie können Ihr Vorsorgekapital vorbeziehen. Dadurch verringert sich Ihre Hypothek, und Sie bezahlen weniger Zinsen. Ihre Altersrente sinkt jedoch und das Kapital wird besteuert.

b) Sie können Ihr Vorsorgekapital verpfänden. In diesem Fall wird es nicht ausbezahlt, sondern dient als Sicherheit für Ihre Hypothek. Damit profitieren Sie weiterhin von Steuerersparnissen. Allerdings müssen Sie eine höhere Hypothek aufnehmen und folglich höhere Zinsen bezahlen.

Kann ich meine dritte Säule ändern?

Kann ich meine dritte Säule ändern?

Ja, das geht. Sie können beispielsweise Ihr Sparen 3-Konto in eine Vorsorgelösung mit Wertschriftensparen umwandeln, um von höheren Renditechancen zu profitieren.

Einzige Voraussetzung: Das Kapital bleibt in der gebundenen Vorsorge.